Sonntag, 18. Oktober 2009

Vaclav Klaus braucht Unterstützung

Vaclav Klaus braucht jetzt unsere Unterstützung. Es geht hier nur um einen Politikbereich, den Vertrag von Lissabon (Tschechisch: Lisabonska Smlouva , Englisch: Lisbon Treaty), wo Klaus eine richtige Position vertritt. Jeder mag zu Äußerungen von Klaus in anderen Bereichen stehen, wie er will, aber das Relevanteste für die Zukunft ist, dass er den Lissabon- Vertrag nicht unterschreibt. Damit er stark bleibt, ist es nötig, viele Leute auf den folgenden Link hinzuweisen: http://www.petitiononline.com/sptklaus/petition.html . Lassen Sie an Ihrem Computer auch viele Bekannte unterschreiben.

Ausführliche Kritik am Vertrag von Lissabon enthält diese Seite: http://sites.google.com/site/euradevormwald

Eine Übernahme der Texte auf andere Seiten ist ausdrücklich erwünscht, sofern diese Seiten inhaltlich mit den UNO- Menschenrechten übereinstimmen.

Dienstag, 13. Oktober 2009

BLOGGER WEHRT EUCH - JETZT!

Wer aufmerksam im Internet unterwegs ist und, wie ich, die Links zu News und Blogs über NetNewsGlobal bezieht, wird festgestellt haben, dass seit einiger Zeit Desinformanten der so genannten Linken über die Wahrheitsbewegung und deren Sprecher herziehen, sie versuchen zu diffamieren. Infokrieger, also Menschen die versuchen anderen die Augen zu öffnen, zu sehen was in der Gesellschaft nicht stimmt, werden als Rechte, als Nationalsozialisten, als NeoFaschisten bezeichnet. Doch damit nicht genug; es werden nicht nur die Menschen verunglimpft, sondern auch ihre Thesen und Artikel. Gründe dafür sollen unter anderem Verlinkungen auf Webseiten von "Alles Schall und Rauch" und "Infokrieg.tv" , sowie Interviews mit "strittigen Geistern", darstellen.

Da es mir rein zeitlich nicht möglich ist zu prüfen, welche der angeprangerten Verlinkungen und Interviewpartnern wirklich im rechten Sektor anzusiedeln sind, gehe ich einfach mal davon aus, dass die Behauptungen, was ASR und Infokrieg.tv angeht, soweit stimmen. Nehmen wir also an, dass Infokrieg.tv und ASR von Menschen mit rechtem Gedankengut unterwandert wurden und nun versuchen die Wahrheitsbewegung für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Ist das Grund genug um ALLE Infokrieger, Wahrheitsuchende und Aufklärer als Rechts zu bezeichnen, zu verleumden? Ist es Grund genug, um die Ansätze der Wahrheitssuchenden ins Lächerliche zu ziehen, in den ominösen Bereich der Verschwörungstheorien? Ist es Grund genug die Krise, in der sich die Gesellschaft befindet, als Theorie und unhaltbar zu deklarieren? Ich denke nicht, denn seit dem Entflammen der Diskussion werden zahlreiche Antworten auf die "Hetze der Desinformanten" im Internet veröffentlicht. Desweiteren sprechen Fakten zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation eine eigene, ganz ehrliche Sprache.

Für andere Menschen kann und will ich nicht sprechen, da ich weder deren Intention, noch ihre Hintergründe kenne, weshalb sie ihre Meinung kundtun. Ich kann nur von mir ausgehen und ich kann Euch allen eines versichern: ICH BIN DEFINITIV NICHT RECHTS! Ich sehne mich nicht nach einer Diktatur, will keinen Führerkult um wen auch immer, will keine "Ausländer" verprügeln, diffamieren oder gar aus dem Land werfen. Ich wurde sehr links erzogen, zur Solidarität mit anderen Menschen und Völkern. Ich habe gelernt über Ungerechtigkeiten der Welt zu reden und andere Menschen darauf hinzuweisen. Und was es vor allem ausmacht: Ich bekämpfe Rechte, Neonazis, seit vielen Jahren AKTIV!

Und nun stellen sich, angeblich politisch aktive und interessierte, Menschen hin und maßen sich an über mich und meine "Wahrheitsuchenden Blogger-Kollegen" das Schwert zu brechen und zu behaupten, ich (wir) würde(n) die Gedanken der Rechten verbreiten und unterstützen. Das nenne ich Verleumdung und üble Nachrede, ohne das mich jemals jemand dazu befragt hätte. Ich denke, dass weder Freeman von ASR noch ein anderer Blogger oder Infokrieger von diesen so genannten Linken jemals zu ihren Hintergründen oder Gesinnungen interviewt wurden. Stattdessen werden die Homepages der Beschuldigten akribisch untersucht und versucht, aus den Texten und Links rechtes Gedankengut zu filtern. Diese Art der Meinungsmache und Desinformation kommt mir aus den einschlägigen Massenmedien vergangener und heutiger Zeit nur all zu bekannt vor.

Ein weiteres Beispiel, ganz persönlicher Art, ist ein Kommentar auf meinen Artikel zu meiner Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage. Ich habe meinen Blog vor ca. zwei Wochen eröffnet, da ich es satt habe, die Gesellschaft und deren Entwicklungen unkommentiert hinzunehmen. Ich habe es satt, dass die Konzernmedien die Menschen "verblöden" und desinformiert vor der Glotze verkommen lassen. Und so habe ich meine Gedanken zum Thema Krise niedergeschrieben und nach einigen Tagen fand ich den ersten Kommentar dazu. Ich freute mich riesig, da es mir zeigte, dass Menschen meine Meinung interessiert und sie bereit wären, darüber zu reden (schreiben). Aber was ich lesen musste verschlug mir glatt die Sprache:

"[...] Außer dem ein Wort an den Macher dieses Blogs: "Ich habe schon mehrere solcher Auftritte, wie Deinen, so weit analysiert, daß eine weitere Information, dazu geführt hätte, die Adresse des Machers zu erfahren. Immer wenn es kurz davor war, verschwand die Mailadresse, oder der Blog. Kurz davor bedeutet, Ein Vertreter, Beauftragte der politischen Lobby." Das heißt, es wird gezielt in dieses Horn geblasen, um einerseits die Menschen zu beschäftigen und andererseits zu erfahren, was sie denken. [...]"

Was will der Herr aus Salzwedel mir damit sagen? Ich verstehe es so: Dieser Herr meint, dass ich meine Meinung zu geopolitischen Themen äussere, um andere Menschen "auszuhorchen" und sie von der Wahrheit abzulenken. Weiterhin behauptet er, dass ich kein wahrheitssuchender Mensch sei, sondern ein Bediensteter des Staates. Höchst interessant, wenn auch absolut daneben. Hätte Herr Reichenberger aus Salzwedel das gleiche getan wie die diffamierenden Kollegen der angeblich "linken Szene", und meine Webseite nach Links und Beiträgen kontrolliert und "zerpflückt", so hätte er feststellen müssen, woher ich komme und wie meine politische Gesinnung ist. Hat er nicht, deshalb warte ich bis heute vergeblich auf eine Antwort von ihm.

Ich will das Thema jetzt nicht weiter ausreizen, denn ich denke, dass der geneigte Leser verstanden haben sollte, worin das Problem besteht. Ich rufe deshalb ALLE BLOGGER, INFOKRIEGER und WAHRHEITSSUCHENDE dazu auf, dieser Verleumdung entgegen zu treten. Tut Eure Meinung kund, positioniert Euch klar und hört niemals auf Fragen zu stellen und Antworten zu suchen - es unser Recht und unsere Pflicht dies zu tun. Verlinkt Eure Beiträge weiterhin bei NNG und zeigt Flagge. An alle Rechts- und Linksradikalen sei gerichtet: Benutzt Eure eigenen Webportale und Möglichkeiten Eure Sicht auf die Dinge zu erläutern aber verschohnt "unsere Bewegung" damit. Und an Freeman und die Macher von Infokrieg.tv richte ich folgende Bitte: überprüft Eure politischen Einstellungen, Eure Texte und Links und verhindert in Zukunft, dass solche "Denunzianten" und "Desinformanten" die Wahrheitsbewegung ersthaft gefährden.

So long Euer mo

Samstag, 10. Oktober 2009

Der Friedens- oder Kriegsnobelpreis 2009

Da standen doch in diesem Jahr tatsächlich zwei, nein drei moderne Faschisten zur Auswahl?! Ich kann es kaum fassen, verstehe ich das Komitee richtig? Im Sinne von Alfred Nobel und seinem Friedenspreis soll es sein, dass Kriegstreiber und Menschenrechtverletzer diesen Preis und die damit verbundene Aussage erhalten? Ich zitiere mal Wikipedia mit der Definition des "Friedensnobelpreis":

"...der am meisten oder am besten auf die Verbrüderung der Völker und die Abschaffung oder Verminderung stehender Heere sowie das Abhalten oder die Förderung von Friedenskongressen hingewirkt“ und damit „im vergangenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen erbracht“ hat..."

Sind Silvio Berlusconi, Nicolas Sarkozy und Barack Hussein Obama würdige Preisträger? Ein Blick auf die Liste der Vorschläge für das Jahr 2009 zeigt, dass 205 Kandidaten zur Auswahl standen. Vorschläge können bis jeweils zum 1. Februar eines Jahres von ehemalige Nobelpreisträgern, Parlamentsabgeordneten aus aller Welt und Universitätseinrichtungen eingereicht werden. Keine leichte Wahl, denn darunter befinden sich auch so genannte "Allzeit Kandidaten" oder "Stammkunden" wie Bono (Paul David Hewson) Sänger der Band U2, der sich seit 25 Jahren gegen Hunger und Kriege engagiert. Er setzte er sich beim G-8-Gipfel in Genua 2000 für einen Schuldenerlass für die ärmsten Länder der Welt ein. Oder aber chinesische Menschenrechtler und Regimekritiker wie Hu Jia oder Wei Jingsheng, Piedad Córdoba aus Kolumbien, der Norweger Harpviken Sima Samar oder die Koalition für das Verbot von Streubomben.

Und dann finde ich eine Auflistung der bisherigen Preisträger. Im Großen und Ganzen eine Liste mit echten Persönlichkeiten und Institutionen, welche bedeutende Taten im Sinne von Alfred Nobel leisteten. Mutter Theresa, Lech Wałęsa und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, um nur einige zu nennen. Aber es gibt auch die schwarzen Schafe in der Liste, das wohl schwärzeste und eher als Wolf im Pelz des Schafes zu bezeichnende Henry Kissinger. Am interessantesten ist es allerdings, dass es einige Jahre gegeben hat, in denen dieser Preis nicht verliehen wurde. In den Zeiten des Zweiten Weltkriegs ist das verständlich, da gab es wohl kaum Gründe jemanden zu ehren. Aber auch zu anderen Zeiten blieben die Preise aus, da fehlte es wohl an Nominierten oder fiel die Wahl zu schwer? Kandidaten waren auch schon andere "Politische Größen" wie Adolf Hitler (im Jahr 1939, als Deutschland den Zweiten Weltkrieg begann), Benito Mussolini (1935), Josef Stalin sogar zweimal (1945 und 1948) - bekommen haben sie diesen Preis zum Glück nie.


Und nun soll also Barack Hussein Obama II diesen Preis bekommen? Für seine, so heisst es offiziell, "außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken"? Das sehe ich anders:

  • der Krieg im Irak geht unvermindert weiter
  • der Krieg in Afghanistan wird mit zusätzlichen US Truppen unterstützt
  • der Krieg gegen den Iran wird vorbereitet
  • die Unterstützung des Putsches in Honduras
  • die Unterstützung für Genozid und Apartheid in Palästina
  • die Erhöhung des US Militäretats auf den höchsten Stand seit jeher
  • die Verlängerung des Patriot Act
Einige sehen diese Verleihung als Bonus auf nicht geleistete Taten und als Ansporn, fast schon Druckmittel, damit Barack H. Obama eine Friedenspolitik führt. Dafür sehe ich, bei Betrachtung seines Kabinetts und dem Rest der US amerikanischen Regierung, leider schwarz. Es sollte nun kein Geheimnis mehr sein, dass er die Politik all seiner Vorgänger, unter Deckmänteln und hinter falschen Versprechungen, vehement weiter verfolgt und sogar ausbaut. Wer noch immer nicht weiß, wer dieser Barack Hussein Obama II wirklich ist, wer ihn ins Amt "gesponsort" hat und welche Politik er gnadenlos verfolgt, sollte sich dringend >>> diesen Film <<< ansehen.

Vielleicht kannte das Osloer Komitee diese Fakten auch nicht, nur so lässt sich die Nominierung zum Friedensnobelpreis - in meinen Augen nun der Kriegsnobelpreis - erklären. Was nun der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika mit diesem Vertrauensvorschuß und Bonus anfängt werden wir erleben. Ich hätte einige wichtigere Personen geehrt, Nominierte, die seit teilweise mehr als 25 Jahren für ihre und die Rechte anderer kämpfen oder viele Jahre im Gefängnis gesessen haben. Aber ich bin nicht das Komitee...

Montag, 5. Oktober 2009

Mediathek ist eröffnet

Die größte Schwierigkeit, auf dem Weg der Wahrheitsfindung, ist die Beschaffung von Informationen abseits der Massen- und Konzernmedien. Zu wichtigen Geschehnissen in der Welt wird maximal eine knappe Nachricht veröffentlicht, Hinterfragungen oder das Verknüpfen der Fakten fehlen fast vollständig. Man könnte meinen, dass niemand die Wahrheit wissen will, alles dreht sich um Unterhaltung und Werbung. Dennoch, oder gerade deshalb, sind Journalisten aus aller Welt tätig, um die Machenschaften von Regierungen und multinationaler Gruppen aufzudecken. Hin und wieder werden auch von den öffentlich rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland Reportagen und Beiträge zu diesen Themen veröffentlicht. Meistens kommen diese jedoch weit nach 22.00 Uhr oder parallel zu Blockbuster Filmen im Privatfernsehen.

Damit jeder die Möglichkeit erhält, diese Reportagen und Beiträge zu seiner Bildung und Informationsfindung heran ziehen zu können, habe ich eine Sammlung eröffnet. Sie ist unter dem Namen "MO'S ALTERNATIVE MEDIEN" 24 Stunden am Tag erreichbar und wird von mir ständig aktualisiert. Die Informationen zu den Reportagen sind meist direkt von der verlinkten Quell-Seite übernommen und das Schauen dieser Videos ist einfach und unkompliziert direkt im Browser möglich.

Nutzt die Kommentar Funktion um Eure Sicht zu den Themen zu veröffentlichen und bewertet die Filme. Somit kann ich die Sammlung nach Euren Interessen weiter vervollständigen. Sollten Beiträge und Reportagen in der Liste fehlen, teilt mir dies bitte über die Kommentarfunktion oder per E-Mail mit. Ebenso bei gelöschten, also nicht mehr erreichbaren Streams. Gebt die Seite an Freunde, Bekannte und Verwandte weiter, damit auch sie die Möglichkeit bekommen, Antworten auf wirklich wichtigen Fragen in einer globalisierten Welt zu bekommen.

Hier eine Liste der bisher veröffentlichten Inhalte sortiert nach Themen:

GRUNDLAGEN & WELTWIRTSCHAFT MYTHOS 11. SEPTEMBER 2001
TERRORISMUS & KRIEG NEUE WELTORDNUNG (NWO)
ÜBERWACHNUNGSSTAAT & MEDIENKONTROLLE
FOLGEN DER GLOBALISIERUNG
EUROPA
WIDERSTAND, AKTIONEN & SATIRE
INTERVIEWS & VORTRÄGE
WEITERE THEMEN

Freitag, 2. Oktober 2009

Gedanken zur aktuellen Weltwirtschaftskrise

Vorwort

Eine Bemerkung bevor ich beginne; ich setze bei meinen Lesern einige Dinge voraus und gehe deshalb nicht auf jeden Fakt oder jede Äußerung meines Beitrags mit Quellenangaben ein. Wer zu speziellen Themen mehr wissen möchte, belese sich bitte eigenständig. Mach Dich schlau bedeutet - sie aktiv und bewerte zunehmend selbst. Vertraue nicht den Medien sondern deinem eigenen Urteilsvermögen und dem Deiner Umwelt. Informiere Dich und rede mit anderen Menschen darüber. Zu vielen Themen werde ich nach und nach immer wieder eigene Beiträge verfassen, zu vielschichtig sind die Bereiche um die es geht, als das man alles in einem Beitrag erklären könnte. Weiter führende Links zu Seiten mit Artikeln, Reportagen und Dokumenten sind über diesen Blog erreichbar (siehe rechts: WAS ICH LESE). Eine Rubrik mit speziellen Links werde ich in den kommenden Tagen auf der Seite einbinden.

Ist die Finanz- und Wirtschaftskrise die Wahrheit oder eine Verschwörungstheorie?

Wer aufmerksam die Nachrichten verfolgt und sich neben den so genannten Mainstream- oder Konzernmedien auch noch im Internet informiert, wird festgestellt haben, dass es sowohl in Deutschland, als auch in der Welt, einen Wandel gibt. Die Rede ist nicht vom Klimawandel, der uns sicherlich auch betrifft, aber bei weitem nicht so gravierende Auswirkungen hat, sondern es geht um die Welt- und Finanz- und Marktwirtschaft, die mit ihrem Verfall sehr viel schneller voran schreitet, als man es uns Glauben machen will. Kritische Stimmen werden als Panikmacher und Verschwörungstheoretiker abgestempelt.

So genannte Verschwörungstheorien sind meist versuchte Erklärungen zu Geschehnissen, bei denen grundlegende Fakten von Regierungsstellen bewusst nicht offen gelegt oder gar verschleiert werden. So zum Beispiel die Theorien zum 11. September oder einer Welt-Elite, der globalen Nahrungsmittelkontrolle oder der totalen Überwachung der Bürger. Die Frage, ob es sich bei der Finanz- und Wirtschaftskrise um eine Verschwörungstheorie und somit Panikmache handelt, stellt sich in Bezug auf den bevorstehenden Kollaps nicht. Das monetäre Weltsystem ist durch Zins und Zinseszins, sowie der nicht durch Rohstoffe gedeckten Geldmenge am Rand des Abgrunds. Die Banken haben ein System geschaffen, in dem Geld aus dem Nichts generiert wird und das hat seine maximale Ausdehnung erreicht. Unzählige Wirtschaftsexperten und Wissenschaftler bestätigen das seit Jahren und sagen diesen Kollaps voraus.

Es gibt eine Reihe von Themen, die in direktem oder indirektem Zusammenhang mit dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft stehen, welche davon jedoch der Wahrheit entsprechen wird sich erst in der Zukunft zeigen. Fakt ist, dass die Krise völlig unabhängig von etwaigen Verwicklungen einer Welt-Elite oder regierungs-unterstütztem Terrorismus kommen wird. Die Fakten oder Mutmaßungen zu diesen Themen werden erst in der Zukunft bestätigt oder dementiert. Wer sich informiert wird zwangsläufig diese Themen im Auge behalten und aktuelle sowie zukünftige Geschehnisse im Kontext betrachten.

Was ist mit der Finanzpolitik, ist die Krise vorbei?

Es werden Milliarden Dollar und Euro im Jahr aufgewendet, um die Überwachung im Staat zu verbessern, die Waffen zu modernisieren, die Technologien zur systematischen Vernichtung der Menschen werden gefördert und die Liste liesse sich endlos fortsetzen. Milliarden die eigentlich niemand hat. Sie treiben die Staatsverschuldungen in die Höhe - die Abhängigkeiten der Staaten von den Banken ist umumkehrbar groß.

Wenn ein Staat - eine Regierung - beschliesst, dass eine private Bank oder Firma nicht in den finanziellen Ruin gehen darf, weil damit Arbeitsplätze und angebliches Kapital verloren geht, dann schiesst diese Regierung Geld in dieses Unternehmen. Geld, das sich dieser Staat bei seiner zuständigen Zentralbank "geliehen" hat. Diese Zentralbank ist nicht etwa staatlich oder parlamentarisch reguliert, sondern ebenso eine Privatbank wie die zu rettende Bank auch. Nur hat diese Zentralbank als einzige Bank das Recht, Geld aus dem Nichts zu erschaffen. Ohne jeden Gegenwert wie etwa Gold oder Silberreserven kann Geld generiert werden. Die Folge ist Inflation - die Entwertung des Geldes.

Nun hat also die Regierung geliehenes Geld in die kleine Bank gesteckt um sie vor dem Bankrott zu retten und muss, so wie jeder andere Kreditnehmer auf der Welt, Zinsen an die Zentralbank zahlen, plus dem geliehenen Geld. Normalerweise sollte nun der Staat einen gewissen Einfluss auf diese gerettete Bank haben um positiv regulierend einwirken zu können - so ist es aber nicht. Die gerettete Bank nutzt dieses staatliche Geld nach eigenem Ermessen, zB. für die hohen Abfindungen ihrer Manager, die zur Krise beigetragen haben und nun mit Millionenbeträgen "entlassen" werden. Im Gegenteil ist es eher so, dass eine andere Bank (zB. aus Asien) die Schuldscheine der Regierung gekauft und somit direkten Einfluss auf die Politik des Landes hat. Pervers aber Realität.

Diese Praxis des staatlichen Abfangens bankrotter Unternehmen war in den letzten Jahren Gang und Gäbe auf der Welt und in der Bundesrepublik. Der Staat hat viele finanzielle Verpflichtungen für Unternehmen übernommen, die unwirtschaftlich aus dem globalen Wettrennen gedrängt worden wären. Dafür zahlt er. Also nicht der Staat zahlt, denn der hat als Instrument des Volkes und der Demokratie kein eigenes Geld, sondern die Bürger des Staates, über Steuern und deren Erhöhungen. Vorbei ist die Krise noch lange nicht, denn sie hat im Grunde gerade erst begonnen.

Gibt es Fakten, wenn ja wo?

Dank der Medien und des Internets kann sich heutzutage jeder Mensch umfassend informieren. Mit der Information ist es wie mit der Ernährung - Einseitig ist ungesund! In den offiziellen Medien gibt es die Konzern Medien und die öffentlich rechtlichen Medienanstalten. Diese agieren sowohl im Fernsehen, in der Druckpresse als auch im Internet. Alternativ dazu gibt es Internet Veröffentlichungen von Journalisten, Reportern, Augenzeugen, Bloggern und Sozialen Netzwerken.

Die Konzernmedien, privatwirtschaftliche Medien Unternehmen, berichten erfahrungsgemäß aus der Sicht der Konzerne und Lobbyisten, der Wahrheit kommt man hier nur sehr selten nahe. Globale Ereignisse werden so interpretiert und an die Leser und Zuschauer kommuniziert, wie es die Konzerne gerade für ihre Marktstrategie benötigen. Profit steht im absoluten Vordergrund.

Die öffentlich rechtlichen Medien sind gesetzlich verpflichtet (Rundfunkstaatsvertrag) den Bürger politisch zu informieren. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen, denn viele Redaktionen, ganze Zeitungen und Sendeanstalten unterliegen verdeckt einzelnen einflussreichen Parteien. Objektive Berichterstattung oder gar Kritik sind dann nur eingeschränkt, wenn nicht gar unmöglich. Jedoch gegenüber den Konzernmedien kann man den öffentlich rechtlichen Medien schon eher glauben und einen großen Teil Fakten sammeln. Nur die Zusammenhänge der einzelnen Fakten aus unterschiedlichen Bereichen werden bei beiden Medien nicht hergestellt.

So obliegt es dem Menschen letztlich selbst, sich weiter zu informieren und dabei spielt das Internet eine wichtige Rolle. Hier werden nicht nur Fakten gesammelt, sondern verschieden interpretiert. Eine Blogger-Community oder ein anderes soziales Netzwerk werden die Fakten sicherlich anders in Zusammenhang bringen, als die Online Redaktion einer großen deutschen Tageszeitung. Aber es gibt auch unzählige Professoren und Doktoren, die sich seit vielen Jahrzehnten mit der Wirtschaft, der Gesellschaft oder anderen Themen beschäftigen und ihr Wissen durch das Internet mit anderen Menschen teilen. Hier stösst man auf Fakten, wissenschaftlich belegte und beweisbare Erkenntnisse und kann diese mit den Erklärungen aus den Massenmedien in Zusammenhang bringen. Es ist gar nicht so schwer die Geopolitischen Zusammenhänge zu erkennen, es wird einem nur schwer gemacht, in dem nur ein Teil in den Massenmedien veröffentlicht wird.

Ein düsterer Blick in die Zukunft und ein klein wenig Licht

Das Weltfinanzsystem wird derzeit künstlich mit Finanzspritzen vom Staat am Leben gehalten. Das hat zur Folge, dass sich der Kollaps nur verzögert und die Menschen sich in Sicherheit wähnen. Nimmt man die Geschichte als Beispiel, so lässt sich vorher sagen, was uns eventuell als nächstes bevor steht.

Die Meldungen über Bankpleiten und Konkursanmeldungen großer Firmen nehmen nicht ab und die steigenden Börsenkurse der Edelmetalle und die drastisch ansteigende Staatsverschuldung machen deutlich, dass es nur noch eine Frage der Zeit sein kann, bis der Schuldenberg und damit das Finanzsystem zusammen brechen. Wann das jedoch tatsächlich der Fall sein wird lässt sich nicht genau sagen. Die Meinungen der Analysten gehen da etwas auseinander. Es hängt vor allem davon ab, wie lange das bestehende Machtgefüge am System und dem Status quo festhalten will. Je länger staatliche Finanzspritzen in marode Firmen und Banken gepumpt werden, desto mehr verzögert sich der eigentliche Crash. Aber die Zeichen sind erkennbar und wenn man sich ein klein wenig mit den globalen Zusammenhängen beschäftigt, dann erkennt man auch die Zeiten des Handelns - in meinen Augen ist sie gekommen, eigentlich schon lange erreicht! Aber der "gemeine Bürger", der noch immer recht uninformiert zu hause sitzt und im Fernsehen zensiert das Geschehen in der Welt verfolgt, ist noch nicht bereit die Gesellschaft zu verändern.

Der Finanzkrise und dem Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems folgt eine Weltwirtschaftskrise aus der uns wahrscheinlich wiederum ein neues Währungssystem helfen soll. Damit dieses auch "ordentlich" und global funktioniert, wird auch gleich noch eine Weltregierung eingeführt, eventuell global oder eine Kontinentalverwaltung (Europäische Union, Noramerikanische Union, Asiatische Union...). Da man aber mit Sicherheit davon ausgehen kann, dass die Bürger der einzelnen Staaten (wenn es die noch geben sollte) oder Kontinente diese Kontinentalverwaltungen oder gar Weltregierung nicht wählen werden können, wird es keine Weltdemokratie, sondern eine Diktatur. Eine Weltdiktatur, die geschichtlich gesehen immer angestrebt wurde - schöne neue Welt!

In dieser neuen Welt ist es dann absolut legitim die Menschen zu überwachen und mit Hilfe der heutigen und künftigen Technologien wird dies immer leichter werden - ganzheitlich und vollständig! Hinzu kommt, dass ein Militär und Polizei Apparat installiert wird, der die exekutive der Überwachung darstellt. Alles was als "Systemfeindlich" eingestuft wird, wird strafrechtlich verfolgt - ein "Unrechtsstaat" oder auch eine "Unrechtswelt" wäre geschaffen. Zensur in Medien, schon heute wirksam und in Zukunft die perfekte Kontrolle über das Bewusstsein der Menschen. Freie Meinungsäußerung wäre nur in den festgelegten Parametern der Regierung möglich. Militäreinsatz im Landesinneren in einigen Ländern schon heute ein Thema, bald weltweite Praxis.

Allerdings gibt es einen Lichtblick. Es ist bisher keiner Diktatur gelungen dauerhaft an der Macht zu bleiben! Die Menschen werden, dass ist ihre Natur, gegen diese Unterdrückung rebellieren. Wenn sie erst Mal aus ihren Sesseln gerissen werden, die kritische Masse erreicht ist, wird die Revolution zum Gegner der Diktatur und über kurz oder lang werden Milliarden Menschen über eine kleine Gruppe Herrschender siegen. Dann ist es mal wieder soweit, über das bestehende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem nachzudenken - vielleicht ist es dann an der Zeit umzudenken. Wer kann jetzt schon von sich behaupten, dass er sich ein Leben ohne das Zwangsmittel "Geld" bedingungslos vorstellen kann? Ich kann, einige weitere Menschen können es auch - der Rest wohl eher nicht - noch nicht.

Welche Möglichkeiten haben wir als Gesellschaft das schlimmste zu verhindern?

Es gibt meiner Meinung nach nur eine wirkliche Chance und das ist die komplette Veränderung der Weltgesellschaft mit "nur" einer Maßnahme - kompletter Verzicht auf Geld und Geld ähnliche Werte und eine Ressourcen basierte Gesellschaft errichten. Das monetäre System hat seinen Zweck in der Vergangenheit des Mangels erfüllt und sollte nun, im Zeitalter der Technologie und des Überflusses abgeschafft werden.

Ein Banker sagte einmal: "Welche Antwort gibt es auf 99,9% aller Fragen? Geld!". Ich denke das ist absolut falsch, spiegelt aber das heutige System und Denken wieder. Und genau darin liegt auch das Problem. Die richtige Antwort auf 99,9% aller Fragen lautet eigentlich "TECHNOLOGIE"! Wir haben dank der entwickelten Technologien in der heutigen Zeit die Möglichkeit, die Ressourcen der Erde so zu nutzen, um allen Menschen elektrische Energie, Wärme, ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Bildung zu geben, auch wenn es noch ein paar Milliarden Menschen mehr werden - und das alles KOSTENLOS! Aber wir nutzen diese Technologien bisher nicht, da uns das Geld im Wege steht.

Wenn wir Menschen etwas benötigen, dann ist es uns gegeben, dank der Möglichkeit des logischen Denkens und anderer komplexer Vorgänge im Hirn im Zusammenspiel mit unserem Körper, diese Dinge zu erschaffen. Und wenn wir ein Problem haben, dann gibt es Menschen auf der Welt, die dieses Problem anhand ihrer Bildung und ihres damit verbundenem Wissens lösen möchten und können. Werden Waffen benötigt, um einen politischen Gegner in Schach zu halten, dann ist das in der heutigen Zeit gar kein Problem, denn dafür steht genügend Geld bereit. Wissenschaftler können sich dem also widmen. Geht es um die Erforschung von alternativen Energiequellen wie der Erdwärme, dann stört das die Erdöl und Kohleindustrie und es gibt kein Geld für Wissenschaftler - somit keine Lösung des Problems.

In einer Ressourcen basierten Gesellschaft nimmt man sich als globale Gemeinschaft einem Problem an. Wissenschaftler aus allen Ländern arbeiten schon jetzt zusammen an Problemen, nur sollten sie in Zukunft keinem Zwang durch Geld mehr unterliegen. Nicht Projekte mit dem Zweck der Vernichtung und Ausbeutung von Menschen oder mit dem Ziel des maximalen Profits, sondern mit dem Wohlbefinden der Menschheit sollten sich die Forschungen beschäftigen. Ohne die Bremse Geld, welches in allen Bereichen des Lebens und der Wissenschaft eine Rolle spielt und dennoch unnütz ist, würden Wissenschaftler an Projekten arbeiten können, die das Leben erleichtern, massiv Arbeitsplätze eingespart werden können. Und wenn ein Arbeiter endlich aufhören kann seinem Job nachzugehen, der ihn eigentlich nur einschränkt, und eine Maschine die Arbeit übernimmt, dann ist er frei. Er kann die Dinge im Leben tun, die er möchte und kann - sein Wissen und Handwerk in die Gesellschaft sinnvoll einbringen.

Viele Bereiche der Produktion könnten durch effektiven Einsatz von Technologie durch Roboter ersetzt werden. Außerdem kämen noch viele Menschen weltweit als verfügbare Kräfte hinzu, wenn man bedenkt, dass sämtliche Berufe im Finanzsektor ersatzlos wegfallen. Viele Menschen die nun frei sind das zu tun, was sie wirklich können und wollen. Vielleicht handwerklich, vielleicht aber auch sozial - es gibt viel zu tun auf dieser Welt, Dinge die durch Geldmangel auf der einen und Geldüberschuss auf der anderen Seite künstlich herbei geführt sind, Dinge die verändert, verbessert werden müssen. Produkte, die reichhaltig und nachhaltig wären, Werkstoffe, die die Wartung minimieren oder gar ganz eliminieren können. Energiequellen und deren Nutzung zur Wärmeerzeugung, zur Fortbewegung und zur Besiedlung sind nötig, das Verschwenden von Ressourcen muss endlich ein Ende haben. Wir wissen schon jetzt, dass es anders und umweltschonender geht, nur stehen uns teure Patente und Forschungskosten im Wege.

Ein weiteres Thema ist die Kriminalität. Der mit Abstand wichtigste Grund für Verbrechen ist Geld. Das auszuführen erübrigt sich, wenn man Begriffe wie "Hunger", "Neid", "Armut" und "Perspektivlosigkeit" anführt. Motive für Verbrechen, die es in einer "neuen Gesellschaft" nicht geben kann und wird, die Folge ist eine "Entkriminalisierung".

Aber es hängt im großen Maße davon ab, wie informiert die Bevölkerung ist, wie kritisch sie das Vorgehen des Staates und der Regierungen betrachtet. Ich kann nicht sagen, wann die Menschen bereit für einen Schritt in Richtung Ressourcen basierte Gesellschaft sind, derzeit sicherlich noch nicht. Dennoch sollte es immer das Ziel vor Augen sein und ich glaube fest daran, dass irgendwo in der Zukunft die Möglichkeit für den Wandel besteht. Viele Menschen sind bereits informiert und bereit für Veränderungen, wenn die kritische Masse erreicht ist, schaffen wir es.

Was kann ICH vor und in der Krise tun?

Natürlich ist es wichtig, sich auf kommende Veränderungen mehr oder weniger langfristig einzustellen. Dazu gehören die Sicherung der eigenen Vermögenswerte, denn niemand weiß, was wann kommt und ob es nicht doch ein neues Währungssystem geben wird, wenn auch nur übergangsweise. Und da das Finanzsystem in jedem Falle kollabieren wird, sollte man sein Geld anonymisieren und in Werten anlegen, die man selbst kontrollieren kann. Hinzu kommt ein gemässigter Haushalt und Vorrat an Nahrungsmitteln und Haushaltwaren. Ausserdem ist es wichtig, die eigene Sicherheit in Bezug auf Spionage von aussen (Vorratsdatenspeicherung etc.) zu kontrollieren und zu maximieren.

Im Folgenden einige Hinweise, was jeder für sich kontrollieren und gegebenenfalls durchführen sollte. Jeder kann und muss dabei für sich selber entscheiden, welche Maßnahmen er ergreift, jedoch sollte immer klar sein, jedes Geld oder jeder Wert den man hat und der in die Krise geht ohne in krisensicheres Edelmetall umgewandelt worden zu sein, ist verlorenes Kapital. Und solange kein neues Wertesystem in der globalen Gesellschaft etabliert worden ist, solange gelten kapitalistische, monetäre Regeln und es ist nur legitim, sich diese Werte für diese Zeit zu sichern.

Und mal angenommen die Finanzblase platzt nicht, sondern es kommt zu einer gemässigten Umwandlung ohne Wirtschaftskrise (Experten mögen mir den kleinen Ausflug ins Traumland verzeihen), dann hat man mit Edelmetallen nichts falsch gemacht. Oder es kommt ganz anders und wir erhalten die Chance für eine Rohstoff basierte Gesellschaft und nutzen sie, dann ist es auch egal ob man Gold und Silber hat - es hat dann eher einen Nutzen für die Gesellschaft. Und wenn gar nichts passiert - Gold und Silber Preise fallen nicht - einfach wieder verkaufen und man ist wieder liquide. Geht auf "Nummer Sicher"!

1. bestehendes Vermögen sichern
- Aktien und Wertpapiere abstossen und in Edelmetalle (nicht Obligationen) investieren
- Lebensversicherungen ausrechnen lassen und kündigen
- Geldreserven von Girokonten abheben
- Sparbücher kündigen
- noch nicht finanzierte Immobilien verkaufen
- Bargeld in Edelmetalle (Gold und vor allem Silber) investieren

2. Krisenvorrat anlegen
- Nahrungsmittel (Liste folgt demnächst)
- Haushaltwaren (Liste folgt demnächst)
- Saatgut
- Kontakte mit Erzeugern knüpfen (zB. Bauern)

3. Umfeld informieren & organisieren
- setze Dich fortwährend mit dem Thema auseinander
- beobachte sowohl die Mainstream Medien als auch die alternativen Net News
- sprich mit möglichst vielen Menschen über dieses Thema
- organisiere Dich in Gruppen sowohl in deiner realen Umgebung, als auch im Netz

Auf jeden Fall sollte jeder bedenken, dass Panikkäufe und Angstmacherei nicht nötig und wenig sinnvoll sind. Bedachtes Handeln vermeidet Fehler und regt andere Menschen zum Nachdenken an.

Wie organisiere ich mich mit anderen?

Die besten Möglichkeiten um mit anderen, möglicherweise Gleichgesinnten, zusammenzutreffen ist zum einen das Internet, zum anderen eines der ältesten Kommunikationsmittel, die Sprache von Mensch zu Mensch. Das Internet ist weltweit verfügbar und viele Milliarden Menschen nutzen es. Zensur lässt sich nur sehr schwer technisch durchsetzen, da immer für jedes Stück Zensur Technologie ein "Gegenmittel" gefunden wurde und wird. Und auch der Dialog von Angesicht zu Angesicht ist empfehlenswert, Diskussionen laufen sogar schneller und kontrollierbarer ab als im Internet. Im Unterschied zum Internet ist das gesprochene Wort jedoch schneller vergessen. Blogs und Foren speichern Aussagen über Monate gar Jahre - unabhängig vom Inhalt. Wie gut oder schlecht das ist wird sich erst noch zeigen.

Ich treffe mich mit einem kleinen Freundeskreis mehrmals in der Woche um Neuigkeiten auszutauschen. Wir sitzen oft Stunden lang zusammen, schauen Dokumentationen und reden über die globalen Probleme. Wir ziehen andere, nicht informierte, Freunde und Bekannte hinzu und geben uns und ihnen die Chance, vom jeweils Anderen zu lernen. Diese Gespräche sind es auch, die zeigen, dass noch eine Menge Gespräche und Aufklärungsarbeit nötig sein werden, bis die breite Bevölkerung den Ernst der Lage erkannt hat. Aber unsere kleine Gruppe wächst stetig an und je mehr Informierte Menschen es werden, desto interessanter werden die Gespräche.

Und nun bin ich auch im Internet vertreten. Zugegeben ist es nicht mein erster Kontakt mit dem Medium, aber es ist wohl das erste Mal, dass ich meine politische Meinung und meine Gedanken im Internet veröffentliche. Ich hoffe, dass es weitere Freunde und Gleichgesinnte nach machen und sich ebenfalls zu Wort melden. Sei es in Form von Kommentaren hier auf meinem Blog oder durch das Erstellen und Führen eines eigenen "Gedankenportals". Je mehr Menschen ihre Meinung kundtun, desto lauter wird es. Es ist Zeit die Menschen im Land zu wecken - macht mit und seid der Wecker!

Mittwoch, 30. September 2009

Mein politisches Bewusstsein in der Wendezeit

Es ist nun fast 20 Jahre her, da sich der eiserne Vorhang in Berlin, die Mauer, geöffnet hat. Viele Menschen in Ost und West und in der übrigen Welt sehen diesen Tag als historischen Moment, als Meilenstein in der deutschen Geschichte. Das ist er! Niemals werde ich den Abend des 09. November vergessen, an dem ich mit einem kleinen Radio in meinem Zimmer saß und die Pressekonferenz von Günther Schabowsky hörte. Ich war gerade 16 Jahre alt, Anfang der 10. Klasse und es gehörte sicherlich nicht zu den alltäglichen Gewohnheiten eines Jungen diesen Alters solche Radiosendungen zu hören. Es begann auch alles etwas früher...

Nachdem ich in die FDJ "gezwungen" wurde, mein politisches Denken, mein Rechts- und Unrechtsbewusstsein erwacht waren, informierte ich mich immer mehr über Themen wie Demokratie, Presse- und Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit usw.. Ich kam mit Schriftstellern, Lehrern, Intellektuellen, Journalisten und anderen frei denkenden Menschen zusammen. Erst in kleinen Gruppen bei irgend jemandem zu hause, später wurden es mehr und wir wichen in Clubräume und Kirchen aus. Anfang 1988 fand ich Kontakt zu Bürgerrechtsbewegungen wie "Demokratie jetzt", "Aufschwung Ost" und "Neues Forum" und bildete eine Art Schnittstelle zwischen diesen Organisationen und ebenfalls mündigen Schülern, die aufgrund ihres Alters nicht aktiv in einer solchen politischen Gruppe sein konnten. Ich ging mit Gleichgesinnten zu Lesungen und Demonstrationen, hielt Mahnwachen und geriet mehr als ein Mal in Kontrollen und Verhaftungen durch die Staatssicherheit. Mein politisches Führungszeugnis war jedoch reiner als mein Bewusstsein und so konnte ich meist nach Überprüfung der Personalien gehen. Vielleicht lag das aber auch an meiner familiären Situation und man wollte den Sohn eines hochrangigen Parteifunktionärs nicht in Misskredit bringen. Nichts genaues weiß man nicht. Gespräche in diese Richtung brachten rein gar nichts - bis heute.

Eine Woche vor dem Fall der Berliner Mauer habe ich im Beisein des Schülerrates meiner Linien- und systemtreuen Schuldirektorin, der Staatsbürgerkunde- und der Geschichtslehrerin die "Vertrauensfrage" gestellt und mir damit einen weiteren öffentlichen Tadel der Schule eingehandelt. Viele Schüler meiner Schule standen hinter mir, teilten meine Meinung und taten sie auf ihre Weise kund. Aber es gab auch die jenigen, die von Staat, Familie und Gesellschaft derart gleichgeschaltet waren, dass sie mich als Verräter und Staatsfeind betrachteten. Beide Gruppen waren für mein weiteres Handeln verantwortlich und ich bin froh, dass es beide Seiten gegeben hat.

In unseren Diskussionsgruppen ging es hauptsächlich um Veränderungen - Veränderungen, die in der DDR nötig waren. Wir nahmen Ideen von Schriftstellern, Bürgerrechtlern, Wirtschaftsexperten, von Bürgern und sogar aus dem "kapitalistischen Ausland" und schmiedeten Pläne, wie man die Gesellschaft verbessern könne. Sowohl im Falle einer Wiedervereinigung, als auch bei bestehender Zweistaatlichkeit Deutschlands. Und dann ging alles ganz schnell... eine Pressekonferenz mit Günther Schabowsky am Abend, ein unüberlegter Satz - Tausende Berliner verliessen ihr warmes Heim und pilgerten zu den Grenzübergängen zwischen Ost und West Berlin.

Was dann folgte ist Geschichte: der Druck der Massen verstärkte sich von Stunde zu Stunde und die Staatsorgane der Grenzsicherheit waren macht- und orientierungslos. Die Pressemeldung aus Rundfunk und Fernsehen war bei ihnen nie in Form eines Befehls angekommen. So herrschte Unsicherheit auf der einen und Freiheitsdrang auf der anderen Seite der Schranke. Kurz vor Mitternacht gaben die Grenzsoldaten schließlich auf und öffneten erst zögerlich, dann vollständig die Grenzanlagen zwischen Ost und West und tausende DDR Bürger strömten gen Westen. Befragungen zeigten, dass niemand an eine permanente Ausreise dachte, viel mehr betonten alle "Ausreisenden" es gehe mehr um einen Besuch und um das Prinzip. So sind eben die Berliner.

Auch ich war einer von ihnen und erlebte diesen Moment der Freiheit am Grenzübergang Invalidenstraße in Berlin Mitte. Wir warteten mehr als zwei Stunden vor den Schranken der Grenze und die Sprechchöre wurden von Stunde zu Stunde lauter. Es kamen immer mehr Berliner zu dem eher kleinen Grenzübergang und niemand wich von der Stelle. Es war als würden alle wissen, dass sich das Warten an diesem kühlen November Abend lohnen würde. Wir waren mit Freunden der Familie verabredet und es war gar nicht so leicht einander in der Menschenmenge zu finden. Glücklicherweise gelang es uns und als die Grenzposten die Schranken und Tore öffneten, wanderten wir gemeinsam "auf Schusters Rappen" in Richtung Gedächtniskirche / Kurfürstendamm. Kein anderer Ort schien uns in diesem Moment wichtiger und ehrenvoller zu sein als dieser. Wir sogen die Luft der Freiheit in vollen Zügen in uns auf und genossen den Fußmarsch durch die Metropole West Berlins. Wir waren keineswegs allein, mit uns ein Strom neugieriger Ostberliner und darunter etliche, ebenso euphorisierte Westberliner. An diesem Tag vermischten sich Ost und West stärker als jemals davor oder danach.

Am Ku'damm waren wir nicht die ersten und es fanden sich recht schnell Zulieferer von westlichen Markenprodukten wie CocaCola, Snickers etc. die ihre Waren direkt von Lkws an die Menschen verteilten. Diese Situation kam mir irgendwie eigenartig vor, kannte ich doch solche Bilder aus der Nachkriegszeit, in der die Alliierten Nahrung nach Deutschland brachten. Es war eine Mischung aus Freude und Mitleid - Freude über die plötzliche Situation, die Öffnung der Grenzen - Mitleid wegen der massiv vorherrschenden Vorurteile gegenüber den Menschen der DDR (nein, wir waren nicht arm, wir hatten genug zu Essen und Süßigkeiten waren auch kein Problem). Irgendwie kurios und doch erhebend. Erst spät in der Nacht kehrten wir nach hause zurück und am nächsten Tag in der Schule gab es kein anderes Thema.

Mein politisches Engagement hörte an diesem Abend jedoch nicht auf. Ich versuchte weiterhin mit vielen anderen nun freien Bürgern eine Gesellschaft zu formen, die als Chance verstanden werden sollte. Wir traten für viele Veränderungen und Neustrukturierungen in der DDR ein, wir hatten grundlegende Dinge entwickelt, um aus der Diktatur eine Demokratie zu machen, eine Basisdemokratie, die der dem Volk genau das Mitspracherecht in der Politik des eigenen Landes eingeräumt wird, was es angeblich 40 Jahre lang gehabt haben soll (Stichwort: Arbeiter- und Bauernstaat, Alle macht dem Volke). Auch der Westen Deutschlands hätte davon profitieren können und sollen.

Stattdessen kam es anders; die teilweise 40 Jahre lang bewährten Produkte der DDR verschwanden quasi "über Nacht" aus den Geschäften im Osten und die Regale wurden mit Waren großer Handelsketten der Bunderepublik gefüllt. Die Menschen in Ostdeutschland begrüßten diesen Schritt, ohne zu ahnen, dass sie damit sich und ihre Kinder auf lange Zeit hin ruinieren würden. Ohne Produktion von Waren sind die dazu gehörigen Firmen auch dem Untergang geweiht., demnach viele arbeitslose Menschen. Auch die Großindustrie der DDR war marode und hätte einer gründlichen und teuren Sanierung bedurft. Da das aber nicht so recht in den Plan der Wirtschaftsbosse aus der Bundesrepublik passte, wurden die Betriebe nicht modernisiert, sondern abgerissen und weitere Arbeiter entlassen. Damit das ganze aber nicht zu sehr nach "Ausverkauf" und "Bereicherung" aussieht, wurden neue Firmen und Betriebe im Osten errichtet - von Westfirmen wohl gemerkt. Diese Firmen erhielten staatliche Unterstützungen in Milliarden Höhe, ein Grund, warum viele Mitmenschen aus den alten Bundesländern über den Osten schimpfen. Hier sei angemerkt; die Gelder sind nicht in den Taschen der ehemaligen DDR Bürger gewandert oder wie manche glauben, in die alten Seilschaften der SED oder Stasi. Die Gelder aus den staatlichen Subventionen, die Steuergelder aus Ost und Westdeutschland, wanderten in die Taschen der Firmenbosse, die in der DDR erst alles platt gemacht und dann in ihrem Sinne wieder aufgebaut haben - zu über 90% Firmen aus den alten Bundesländern.

Die größeren Bürgerrechtsbewegungen hatten den Schritt aus der Illegalität in die öffentliche Politik geschafft und versuchten sich nun gegen die etablierten Parteien zu behaupten. Es gründeten sich neue Parteien und Parteibündnisse und das Macht-Gerangel bekam mehr Mitspieler. Aber damals wie heute wird Politik zwar von Politikern gemacht, aber von der Wirtschaft dirigiert. So sollte es niemanden verwundern, dass sämtliche guten Ideen für eine neue Demokratie im Sande verliefen, geblockt und weg diskutiert wurden. Übrig blieb ein Staatsvertrag und eine Währungsunion und die damit einhergehende lückenlose Angliederung des Ostens an den Westen. Weiterhin erschwerten Rückgabegesetze für Eigentum in Form von Immobilien und Land eine Gesundung des Ostens. Was der Westdeutsche Bürger seit 1994 mit Erstaunen feststellen musste, waren die in Windeseile sanierten Wohnhäuser und Bürogebäude in den neuen Bundeländern. So gut sah keine Westdeutsche Stadt seit 20 oder 30 Jahren mehr aus, da kann man schon mal klagen und meckern, dass das ganze schöne Geld in den Osten gepumpt wird. Was aber wohl die wenigsten wissen dürften ist, dass die Eigentümer dieser Häuser nicht Ostdeutsche Bürger sind, die nun mit Hilfe von staatlicher Unterstützung ihre Häuser sanieren, sondern es sind die nach 1945 enteigneten Westdeutschen, die ihr Hab und Gut zurück bekommen haben und nun ihrerseits ihr Eigentum mit Subventionen sanieren. Danach stiegen natürlich die Mieten, meist höher als es sich die alt ansässigen Bürger hätten leisten können - entweder verschuldeten sie sich oder sie wanderten ab und die Wohnungen bleiben zum großen Teil leer. Toll investiert, denkt da der "Gesamtdeutsche".

Angesichts solcher und ähnlicher Entwicklungen in allen Lebensbereichen habe ich feststellen müssen, dass mein Wissen über das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem der "westlichen Welt" nicht ausreicht. Ich beschloss erst mehr darüber zu lernen und zog mich aus politischen Diskussionen etwas zurück. Ich beendete die Schule, reiste durch Europa, machte mehrere Berufsausbildungen und landete über Umwege schließlich bei meinem angestrebten Job - in den Medien.

Dienstag, 29. September 2009

Als mein politisches Bewusstsein in der DDR erwachte

Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen, genauer gesagt in Ost Berlin. Meine Kindheit und Jugend verliefen, dank sozialistischer Ordnung, wohl behütet. Meine Eltern waren, nach meiner Geburt, Auslandskorrospondeten. Als ein paar Jahre später der Weg in die Politik offen stand, trennten sich ihre Ideale und somit auch ihre Wege. Als Scheidungskind habe ich zu beiden ein sehr gutes Verhältnis, damals wie heute. Und ich hatte die Möglichkeit durch sie die DDR Welt von zwei Seiten zu betrachten und zu leben.

Zum einen mein "Hauptleben" welches auf der Seite der arbeitenden Bevölkerung statt fand, mehr noch, von der Seite der Intellektuellen und Journalisten, die durchaus systemkritisch eingestellt waren. Ich lernte die Missstände des real existierenden Sozialismus nicht nur kennen, ich lebte damit. Zum anderen war ich oft im Jahr "auf der anderen Seite der Macht" in Form von Urlaub, Ferienlager oder einfach nur zu Besuch bei den Führungspersönlichkeiten des Landes, den "Bonzen". Diese Seite der DDR war das absolute Gegenteil von dem Leben des Volkes im Land. Was man normalerweise als Mangelware kannte, gab es dort zur Genüge (nicht im Überfluss, den gab es auch in der Führungsebene der DDR nicht). Während ein Arbeiter, fleißig seit 20 Jahren im selben Betrieb, zwischen 3 und 8 Jahre auf einen Ferienplatz für sich und seine Lieben in einem FDGB Ferienheim wartete, konnten Mitglieder des Politbüros und anderer Staatsorgane Urlaub in abgeschirmten und luxuriösen Anwesen zu jeder Zeit geniessen. Wollte der "normale Bürger" Urlaub machen, auch ohne einen solchen subventionierten FDGB Ferienplatz, so musste er nicht selten tief in die Tasche greifen, um eine vier köpfige Familie zwei Wochen unter zu bringen. Nicht so die Bonzen der DDR, sie machten Urlaub mit allem Komfort, Vollverpflegung rund um die Uhr, Kinderbetreuung und 24 Stunden ärztlicher Bereitschaftsdienst für fast 200 Mark. Ein "Unkostenbeitrag" gemessen an den Summen der normalen Bürger, die ihrerseits einen Bruchteil der Leistungen in Anspruch nehmen konnten. Je älter ich wurde, und je öfter ich die "Seiten" wechselte, desto mehr fiel mir dieser "Unterschied" auf.

Hinzu kam die ideologische Bildungseinrichtung, genannt "Polytechnische Oberschule" mit den systemtreu gefärbten Schulfächern Heimatkunde, Geschichte und Staatsbürgerkunde. In diesen Fächern lernten DDR Kinder und Jugendliche, dass die DDR ein Arbeiter und Bauernstaat sei, das alle Macht vom Volke ausgehe, es Volkseigene Betriebe gäbe, die dem Reichtum unserer Gesellschaft dienen und das die Staatsorgane der DDR zum Wohle der Menschen handeln würden. Meinungs- und Pressefreiheit gäbe es nur in der sozialistischen Welt und der Kapitalismus wäre ein krankes und sterbendes System. Natürlich wussten all meine Lehrer, wie es in meiner Familie aussah, das ich auch die Wahrheit kennen würde - das war schließlich der Sinn der Staatsicherheit (Stasi) solche Dinge heraus zu finden und es war Aufgabe der Lehrer, Änderungen oder Fehlverhalten solcher Schüler zu melden. Sicherlich waren nicht alle Lehrer so dienteifrig und haben jede kleine Veränderung eines Kindes an irgendwen weiter geleitet, aber Lehrer in den oben genannten Fächern hatten andere Auflagen und waren speziell eingesetzt. Ein Lehrer ohne Parteizugehörigkeit (SED) hatte keine Chance eine Schulklasse in Geschichte oder Staatsbürgerkunde zu unterrichten. Immer öfter geriet ich mit speziellen Lehrern verbal aneinander und die Diskussionen endeten nicht selten vor der Direktorin oder wurden bei einem Elternabend zum Thema gemacht.

1987 war die offizielle Kindheit vorbei und ich sollte kollektiv mit der gesamten Klasse in die Freie Deutsche Jugend (FDJ) aufgenommen werden. Dies war die Nachfolge Organisation der Pioniere und die Vorschule für die Partei. Nicht das jeder aus der FDJ direkt in die Partei gegangen ist, aber es wurde anhand der Auswertung des Engagements getestet, wie systemtreu ein Jugendlicher war und ob es sich um einen potentiellen Kandidaten für die Partei handelt. Ich hatte mich mit ein paar Mitschülern meiner Klasse entschlossen dem System ein wenig entgegen zu treten und anstatt den vorbestimmen Weg in die FDJ zu gehen, wollten wir zur "Freidenkerjugend". Wir blieben dem kollektiven, feierlichen Gelöbnis der FDJ fern und wurden Tags darauf vor der versammelten Schule dafür mit einem Tadel gestraft. Der Druck der Schul- und FDJ Leitung stieg von diesem Tag stetig an und auch der "staatlich verordnete" familiäre Druck verstärkte sich. Nach zwei Wochen gab ich widerwillig auf und trat verspätet der FDJ bei.

Ich hatte verloren, so dachte ich erst. Zum ersten Mal war ich direkt betroffen und in meiner Meinungsfreiheit eingeschränkt worden. Doch nach und nach dämmerte es mir und irgendwann war mir klar - ich hatte zwar dem Druck nach gegeben, aber etwas anderes war in mir erwacht: Mein politisches Bewusstsein.